kontakt@camo.nrw +49 202 / 439 1164

Wuppertal Institut: Zukunftsimpuls für eine klimagerechte Gesellschaft

Der Klimaschutz ist schon länger ein großes Thema. Nach der Wahl im September 2021 sieht sich die neue Bundesregierung vor der Aufgabe, die gesetzten Klimaschutzziele konkret umzusetzen. Das Wuppertal Institut zeigt jetzt in ihrem aktuellen Zukunftsimpuls zur Bundestagswahl 2021 die notwendigen Schritte für eine erfolgreiche Umsetzung auf. Diese haben sie in 7 Zielen zusammengefasst:

Die Energiewende

Als entscheidender Baustein geht es hierbei um energieeffizienzsteigernde Maßnahmen, Erhöhung der Anteile an erneuerbaren Energien und konkrete Roadmaps, um Akteurinnen und Akteuren Klarheit zur Umsetzung zu verschaffen.

Die Ressourcenwende

Weg von der Wegwerfgesellschaft und hin zu klaren Nachhaltigkeits-Standards. Intelligente Abfallsteuerung mit Hilfe von Digitalisierung und recyclefähige und ressourcenleichte Produkte sind hier die Schlüsselworte.

Die Ernährungswende

Weg von der Wegwerfgesellschaft und hin zu klaren Nachhaltigkeits-Standards. Intelligente Abfallsteuerung mit Hilfe von Digitalisierung und recyclefähige und ressourcenleichte Produkte sind hier die Schlüsselworte.

Die urbane Wende

Gerade hier kommt es auf das richtige Feingefühl an. „Nebenwirkungen“ zeigen sich schnell und stark. Der urbane Raum ist dort, wo die meisten leben und arbeiten. Ein Wandel zu mehr Nachhaltigkeit ist schon lange überfällig.

Die Verkehrswende

Damit diese gelingt muss der Verkehr im Allgemeinen reduziert und verbessert werden. Es müssen attraktive Alternativen geschaffen und diese auch aktiv genutzt werden.

Die industrielle Wende

Innovationen müssen gefördert und attraktiv gemacht werden. Preiserhöhungen für wenig nachhaltige Verfahren und Bonussysteme für grüne Produkte können Anreize sein und für eine konkurrenzfähige Industriebranche sorgen.

Die Konsumwende

Ebenso wie die Ernährungswende liegt der Handlungsbedarf hier nicht allein bei der Bundesregierung. Diese sollte durch gesicherte Informationen das öffentliche Verständnis erhöhen und einen nachhaltigen Konsum fördern.

Der Verkehrssektor ist nach der Energiewirtschaft und der Industrie mit rund 20 Prozent CO2 -Austoß (2019) der drittgrößte Verursacher von Treibhausgasemissionen.

Bundesregierung [1]

Daher gehört der Verkehrssektor auch zu den Bereichen mit dem größten Bedarf für Veränderungen. Das stetig steigende Verkehrsaufkommen, nicht nur im Privatverkehr, sondern auch im Güterverkehr, stellt den Verkehrssektor vor große Herausforderungen im Zusammenhang mit der Einhaltung der Klimaschutzziele. [2]

Damit die Verkehrswende gelingt, gelten die 3 Grundsätze der nachhaltigen Mobilität: vermeiden, verlagern und verbessern. Hinzu kommt noch die gerechte Verteilung durch Schaffung gleicher Zugangschancen zu einer nachhaltigen Mobilität für alle.

Gerade hier können auch die neuen Technologien und Mobilitätskonzepte rundum die Automatisierte Mobilität ansetzten: Dort wo sich Verkehr nicht vermeiden lässt, kann eine Verlagerung des Verkehrsgeschehens auf automatisierte Shuttles oder On-Demand-Ridesharing-Dienste den ÖPNV stärken. Verbesserungen bei der Nachhaltigkeit und Effizienz von Fahrzeugen werden durch Elektromobilität sowie die zunehmende Digitalisierung und Automatisierung erreicht.

Weitere Informationen zu der Publikation des Wuppertal Instituts und den darin enthaltenen Zielen finden Sie hier.

Verwandte Artikel

Absicherung von KI-basierten Wahrnehmungsfunktionen

Das Umfeld wahrzunehmen gehört zu den grundlegenden Aufgaben automatisierter Fahrzeuge und intelligenter Infrastruktur. Unter der Umfelderfassung bzw. Umfeldwahrnehmung versteht man die Erfassung relevanter Verkehrsteilnehmer (Personen, Fahrzeuge, Radfahrer) und Infrastrukturkomponenten (Trassierung, Fahrbahnmarkierungen, Leitpfosten, Ampeln, Verkehrsschilder) die […]

Mehr erfahren

Deutschland soll eine Führungsrolle beim autonomen Fahren einnehmen

Gestern fand das dritte Treffen zur Konzertierten Aktion Mobilität, dem sogenannten Autogipfel, im Bundeskanzleramt statt. Teilnehmer waren neben Vertretern aus der Koalition, Mitgliedern der Bundesregierung und Ministerpräsidenten aus einigen Bundesländern u. a. auch Vertreter der […]

Mehr erfahren

Ein Blick in die Zukunft soll Unfälle vermeiden

Die Technische Universität München (TUM) hat vor kurzem eine neue Sicherheitssoftware für autonome Fahrzeuge vorgestellt, die in der Lage ist, innerhalb von Millisekunden unterschiedliche Varianten einer gegebenen Verkehrssituation vorauszuberechnen. Prof. Dr. Matthias Althoff (Professor für […]

Mehr erfahren