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Schwerpunktthema Mobilität in der Normungsroadmap Künstliche Intelligenz

Am 20. Januar gab das Deutsche Institut für Normung e.V. (DIN) mit einer Veranstaltung den Auftakt für die Arbeit an der zweiten Ausgabe der Normungsroadmap Künstliche Intelligenz (KI). Ziel dieser Veranstaltung waren die Weiterentwicklung und Vervollständigung der ersten Roadmap.

Die Roadmap soll dabei helfen, relevante Normen und Standards zu priorisieren und ein Konzept zur Normalisierung und Standardisierung von Künstlicher Intelligenz für die Zukunft auszuarbeiten. Der im vergangenen Jahr veröffentlichte Entwurf einer Verordnung zur KI-Regulierung (Artificial Intelligence Act) regelt die Bedingungen, unter denen KI-Systeme in der EU angeboten oder eingesetzt werden können. Dabei wurde deutlich, dass risikoreiche KI-Anwendungen durch Normen technisch spezifiziert werden müssen.

Ein weiteres Ziel der zweiten Ausgabe der Normungsroadmap ist die Formulierung von Handlungsempfehlungen für die Normung und Standardisierung rund um Künstliche Intelligenz (KI) in neuen Schwerpunkten, wie soziotechnische Systeme, Finanzdienstleistungen und Umwelt/Energie. Zu dieser Arbeitsgruppe gehören wie bei der ersten Ausgabe Experten aus Wirtschaft, Wissenschaft, öffentlichem Sektor und Zivilgesellschaft.

Als Ergebnis der ersten Ausgabe der Roadmap wurde begonnen, das Schwerpunktthema „Mobilität und Logistik“ (Kapitel 4.6) in drei Gesichtspunkte zu gliedern:

  • Den Rechtsrahmen, wobei die aktuelle Rechtslage skizziert wurde, um Potenziale zur Normung und Standardisierung aufzuzeigen.
  • Die Erklärbarkeit und Validierung, d. h. die Tiefe, in der die derzeit verwendeten KI-Algorithmen dokumentiert und verständlich dargestellt werden müssen. Es muss eine klare Beziehung zwischen Input und Output des Algorithmus bestehen. Dies gilt auch z.B. für KI-Algorithmen u. a. für intelligente Verkehrssignalanlagen in Kommunen.
  • Schließlich wurde noch die Interoperabilität berücksichtigt. Da es viele verschiedene Anbieter von KI-Systemen gibt, muss darauf geachtet werden, dass normierte Datenmodelle und Schnittstellen geschaffen werden, die zur Effizienz und Innovation beitragen.

Nachdem in der ersten Ausgabe der Schwerpunkt auf dem Bereich Logistik lag, wird sich die zweite Ausgabe auf das Thema Mobilität konzentrieren. Dabei werden Herausforderungen, denen autonome Fahrzeuge in Zukunft begegnen werden, gemeinsam diskutiert, z. B. „Wie findet ein Fahrzeug auf öffentlichen Straßen einen freien Parkplatz vor der Tür?“

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