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Potenziale der Automobilindustrie in NRW

In einer Studie von IW Consult in Zusammenarbeit mit Fraunhofer IAO und automotiveland.nrw für das Ministerium für Wirtschaft, Innovation, Digitalisierung und Energie des Landes Nordrhein-Westfalen wird die Zukunft der Automobilindustrie in NRW bis 2040 näher beleuchtet. Ausgehend von Szenarien zur globalen Entwicklung werden dabei die Auswirkungen auf Umsätze, Wertschöpfung und Beschäftigung auf Landesebene untersucht.

Die Elektrifizierung, Automatisierung und -vernetzung treiben diese Entwicklung maßgeblich voran und werden in der Studie näher beleuchtet. Daneben werden auch die traditionellen Antriebe und sonstige Systeme (Karosserie, Fahrwerk, Reifen, Interieur, Exterieur, etc.) berücksichtigt. Dabei konzentriert man sich auf die Entwicklung der Märkte für Leichtfahrzeuge, also Pkw und leichte Nutzfahrzeuge bis 7,5t Gesamtgewicht.

Weltweit befindet sich die Automobilindustrie in einem tiefgreifenden Strukturwandel. Die Fahrzeugproduktion ist seit 2017 rückläufig und auch die Neuzulassungen nahmen in Deutschland im letzten Jahr ab, was zuletzt wohl hauptsächlich der Corona-Pandemie geschuldet war.

Vorhersagen zur Nachfrage und des Mobilitätsverhaltens im Allgemeinen werden durch den Megatrend Nachhaltigkeit und den Bedeutungsverlust individueller Mobilität bei Jüngeren sowie Wachstumsengpässe in Megacitys erschwert.

Ziel der Studie war es, Handlungsfelder zu formulieren, die NRW dabei helfen sollen, bestmöglich von dem Wandel zu profitieren.

Dazu wurde zunächst die gesamte Automobillandschaft in NRW analysiert bevor sechs von der Automobilwirtschaft geprägte Regionen herausgestellt wurden. In einem nächsten Schritt wurden die Kompetenzen und Voraussetzungen, welche in NRW und in den sechs Regionen gegeben sind, mittels einer Risiko- und Potenzialanalyse bestimmt. Dabei wurden sechs Bereiche betrachtet:

  • Infrastruktur
  • Fachkräfte
  • Forschung und Entwicklung inkl. Patentaktivitäten auf Unternehmensebene
  • Wissenslandschaft
  • sozio-kulturelles Umfeld
  • wirtschaftsfreundliches Umfeld

Nach der Bewertung der einzelnen Bereiche wurden die Ergebnisse der zuvor herausgestellten Regionen in NRW miteinander, mit gesamt NRW, Niedersachen, Baden-Württemberg und Bayern verglichen. Daraus ließen sich Stärken und Schwächen NRWs ableiten.

„Die Analyse zeigt, dass die Unternehmen in NRW noch in unterdurchschnittlichem Ausmaß im Themenfeld der Fahrzeugautomatisierung aktiv sind“

Zukunft der Automobilwirtschaft in Nordrhein-Westfalen Status quo, Trends, Szenarien

„Die Experten und Unternehmer waren sich einig: NRW hat insbesondere Vorteile in der Wissenschaftslandschaft und bei der Ausbildung. Deshalb ist das Land prädestiniert für anwendungsnahe Entwicklung, Pilotierungen und für die Produktion von Null- und Kleinserien.“

Zukunft der Automobilwirtschaft in Nordrhein-Westfalen Status quo, Trends, Szenarien

Anhand dieser Ergebnisse wurden dann Zukunftsszenarien für NRW diskutiert und drei Handlungspfade für die Automobilwirtschaft der Zukunft festgelegt:

  • Bei Antrieben der Zukunft Technologieoffenheit bewahren,
  • die Digitalisierung der Mobilität beschleunigen sowie
  • Stärken der Automobilwirtschaft NRW ausbauen.

Zwar muss NRW im Vergleich zu Bayern und Baden-Württemberg noch etwas aufholen, kann aber durch den Einsatz der spezifischen Stärken der einzelnen Regionen und regionaler Innovationssysteme mit Unternehmen und Startups verwandter Branchen seine Wettbewerbsfähigkeit stärken und die Automobilwirtschaft erfolgreich weiterentwickeln.

Weiterführende Informationen und die Möglichkeit zum Download der Studie erhalten Sie unter:
https://www.iwconsult.de/aktuelles/projekte/zukunft-der-automobilwirtschaft-in-nordrhein-westfalen

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