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Pflicht für Assistenzsysteme ebnet den Weg für eine automatisierte Mobilität der Zukunft

Im April diesen Jahres hat die EU die Verordnung über die allgemeine Sicherheit von Fahrzeugen überarbeitet. Ab Mai 2022 sollen neue Systeme zur Unfallvermeidung und Reduzierung von Unfallopfern in Neuwagen Pflicht werden.

EU-Kommissarin Elżbieta Bieńkowska äußerte sich wie folgt dazu:

„Mit den neuen erweiterten Sicherheitsmerkmalen (…) werden wir eine ähnlich große Wirkung erzielen wie seinerzeit mit der Einführung der ersten Sicherheitsgurte. Viele der neuen Funktionen gibt es schon heute, vor allem aber in Fahrzeugen der Luxusklasse. Jetzt erhöhen wir das Sicherheitsniveau generell für alle Kraftfahrzeuge und ebnen den Weg für die vernetzte und automatisierte Mobilität der Zukunft.“

In der EU gab es im letzten Jahr etwa 25.000 Todesfälle und geschätzt 135.000 Schwerverletzte bei Unfällen im Straßenverkehr.¹ Rund 90 Prozent der Unfälle lassen sich auf menschliches Versagen zurückführen.² Die neuen Systeme zielen darauf ab, die Zahl der Unfälle im Straßenverkehr drastisch zu reduzieren. Die überarbeitete Verordnung stellt dabei einen großen Schritt auf dem Weg zur „Vision zero“ dar. Dabei handelt es sich um ein Ziel der Europäischen Kommission bis zum Jahr 2050 die Zahl der Verkehrstoten im Straßenverkehr auf annähernd null zu reduzieren.³

Die neuen Regelungen umfassen dabei die folgenden Systeme:

  • Für PKW, leichte Nutzfahrzeuge, LKW und Busse:
    • Warnung bei Müdigkeit und Ablenkung des Fahrers (z. B. Smartphone-Nutzung während der Fahrt)
    • Intelligente Geschwindigkeitsassistenz
    • Rückwärtsfahrsicherheit mit Kameras oder Sensoren
    • Unfalldatenaufzeichnung via Blackbox
  • Für PKW und leichte Nutzfahrzeuge:
    • Spurhalteassistent
    • Erweitertes Notbremsassistenzsystem (nur PKW)
    • crashtesterprobte Sicherheitsgurte
  • Für LKW und Busse:
    • besondere Vorgaben zur Verbesserung der direkten Sicht der Bus- und LKW-Fahrer und zur Beseitigung toter Winkel
    • Einführung von Systemen, die schutzbedürftige Straßenverkehrsteilnehmer vor und neben dem Fahrzeug erkennen und vor allem beim Abbiegen vor diesen warnen

Weitere Maßnahmen umfassen eine Vorrichtung zur Installation von alkoholtestabhängigen Wegfahrsperren, eine Vergrößerung der Kopfaufprallfläche für Fußgänger und Radfahrer, ein verbesserter Insassenschutz sowie eine Reifendrucküberwachung.

Den vollständigen Änderungsantrag können Sie hier einsehen.

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