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Inklusion und Zugänglichkeit: Chancen nutzen!

Die Automatisierung der Mobilität eröffnet mehr denn je das Potenzial, Dienstleistungen für eine breitete Bevölkerungsgruppe bereit zu stellen. Allerdings sind die Nutzer*innen am Rande der Gesellschaft bei der Entwicklung von Fahrzeugen, insbesondere von automatisierten Fahrzeugen, oft nicht vertreten. Dies kann dazu führen, dass diese Menschen übersehen werden und letztlich von der Nutzung automatisierter Mobilitätsdienste ausgeschlossen sind. Daher ist es von entscheidender Bedeutung, das Bewusstsein für die integrative Gestaltung zukünftiger Mobilitätsdienste zu schärfen und darüber nachzudenken, wie diese Teil der Design- und Forschungspraktiken in der Automobilindustrie werden können.

Anfang des Jahres führten CAMO-Forscher Henrik Detjen und Katja Markewitz Interviews zur Mobilität von Menschen mit physischen und kognitiven Einschränkungen durch. Dazu wurden Interessensvertreter*innen aus dem Bereich Politik, Betreutes Leben und Arbeiten, sowie aus Schulen herangezogen. Die Ergebnisse werden durch camo.nrw aufbereitet. Eine wichtige Erkenntnis vorab: Die Fachleute sehen deutliches Potential in der automatisierten Mobilität. Zum einen weil sie helfen kann Mitarbeiter*innen und Betreuer*innen zu entlasten, zum anderen weil sie die Möglichkeit bietet, Menschen mit Mobilitätseinschränkungen ein Stück weit mehr Autonomie zu geben.

Man könnte viel unabhängiger agieren, also, wenn man sich darum nicht mehr kümmern muss wer wie fährt. Man könnte zum Beispiel auch Termine oder Veranstaltungen, zu denen man fährt, vorbereiten, mit den Klienten innerhalb eines Fahrzeuges.

Projektleiterin in einer Werkstatt für Menschen mit Behinderung

Wenn das [Reisen] unabhängig möglich wird, ohne irgendwelche Personen, denke ich, wird das auf jeden Fall dankbar angenommen, weil sie auch, je älter sie werden, immer mehr darauf erpicht sind, selbstständig auch Dinge einfach auch zu erleben und auch vorzunehmen in Ihrem Leben. Und das ist bei uns auch immer so ein bisschen Ziel an der Schule, Richtung Selbstständigkeit zu arbeiten.

Lehrer einer Inklusionsklasse

Um die Erfahrungen und Berichte der Expert*innen aus der Praxis mit denen aus Forschung und Industrie zu teilen, wurde auf der ACM Conference on Automotive User Interfaces
and Interactive Vehicular Applications
der Workshop „Design of Inclusive and Accessible Future Mobility“ initiiert. Falls Sie interessiert sind sich an dem Thema zu beteiligen: Der Workshop findet am 09.09. und am 10.09.2021 statt. Teilnehmer*innen sind aufgerufen ein Positionspapier einzureichen. Die Registrierung und Einreichung startet ab ca. Mitte August.

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