kontakt@camo.nrw +49 202 / 439 1164

Europäischer Mobilitäts Atlas vorgestellt

Am 03. Februar wurde in einer Online Veranstaltung der European Mobility Atlas 2021 vorgestellt. In diesem wird der Status der Mobilität über verschiedenste Transportmittel hinweg analysiert und bezüglich der Aspekte Digitalisierung, Umwelt und Veränderungen durch die Covid-19 Krise untersucht. 

Auf europäischer Ebene wurde vor allem die Rolle des Zugverkehrs und seine Bedeutung im Hinblick auf die Erreichung des europäischen Grünen Deals – der erste klimaneutraler Kontinent zu werden – beleuchtet. Deshalb ist 2021 das europäische Jahr der Schiene. Im Rahmen dessen soll die Nutzung der Bahn, sowohl für Bürger als auch für Unternehmen, attraktiver gestaltet werden, um das Ziel der Klimaneutralität 2050 zu erreichen.

Der motorisierte Individualverkehr stellte 2017 mit einer Verkehrsleistung von 75 % aller Personenkilometern in Deutschland das meist genutzte Verkehrsmittel dar. Der öffentliche Nahverkehr folgt mit 19 %. Die restlichen Wege werden zu je 3 % zu Fuß oder mit dem Fahrrad zurückgelegt. Neben dem hohen Ausstoß an Emissionen, ist die Effizienz bei Autos mit fossilen Treibstoffen ca. 26 % geringer als bei Elektrofahrzeugen. Um die Klimaziele zu erreichen, ist neben dem Umstieg auf andere Verkehrsmittel eine weitere Förderung der elektrisierten Mobilität notwendig. 

Ein weiterer Weg diese Ziele zu erreichen, ist die steigende Digitalisierung des Verkehrs. Durch die Möglichkeit verschiedenen Transportmittel zu verbinden, steigen Zugänglichkeit und Verfügbarkeit. Die hohe Verbreitung von Handys und die wachsende Anzahl von Mobilitätsapps (Navigation, Tourenplanung, Sharing, etc.) führen bereits heute zu erkennbaren Veränderungen im Mobilitätsverhalten.  

Zudem hat auch die aktuelle Covid-19 Krise starken Einfluss auf das Mobilitätsverhalten der Bürger*innen. Durch den Einbruch des Tourismus, leiden die Flug- und Schiffsbranche stark. Aber auch im motorisierten Individualverkehr und ÖPNV ist, durch den Einsatz von Home Office und Kurzarbeit, eine enorme Verringerung und Umverteilung des Verkehrsaufkommens erkennbar. 

Die Vorstellung des Europäischen Mobilitäts Atlas kann hier angesehen werden:

Verwandte Artikel

Verband Deutscher Verkehrsunternehmen (VDV) nimmt Stellung zum Rechtsrahmen für das autonome Fahren

Der VDV ist der Branchenverband für über 600 Unternehmen des öffentlichen Personen- und Schienengüterverkehrs in Deutschland. Er betreibt u. a. Öffentlichkeitsarbeit für den öffentlichen Verkehr und vertritt die Interessen seiner Mitglieder gegenüber der Politik. In […]

Mehr erfahren

Gesetzesentwurf zum autonomen Fahren vorerst abgelehnt

Ein Gesetzesentwurf von Verkehrsminister Andreas Scheuer (CDU) zur Zulassung autonomer Fahrzeuge auf den Straßen wurde vom Justizministerium wegen offener Fragen zum Datenschutz vorerst abgelehnt. Konkret gäbe es Bedenken bzgl. der Datenschutzstandards bei Mobilitätsdaten sowie Unklarheiten […]

Mehr erfahren

Reduzierung von Datenmengen durch KI

Hochautomatisierte Fahrzeuge zeichnen bei jeder Fahrt eine Vielzahl von Informationen auf und speichern diese als Datensammlung in Szenarienkatalogen ab. Pro Tag kann dieser Vorgang Speicherplatzkapazitäten von sechs bis acht Terabyte in Anspruch nehmen.[1] Eine solche, […]

Mehr erfahren