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Automatisierter Warenlieferverkehr in Kommunen – Wie kann die Zukunft urbaner Logistik aussehen?

Der Warenlieferverkehr stellt viele Kommunen vor große Herausforderungen: Das zunehmende Transportaufkommen führt zu überlasteten Straßen sowie zusätzlichen Lärm- und CO2-Emissionen. Können Automatisierung und Vernetzung diese Herausforderungen lösen und zugleich den lokalen Handel positiv beeinflussen?

Fest steht, dass automatisierte Lösungen im Warenlieferverkehr kommen werden. Es ist daher umso wichtiger, dass sich Kommunen schon jetzt mit möglichen Anwendungsszenarien und Wirkungen auseinandersetzen und sich auf die kommenden Entwicklungen vorbereiten.

Deshalb fand am Donnerstag, den 25. August 2022, eine weitere Veranstaltung unserer camo.event-Reihe unter dem Titel „Automatisierter Warenlieferverkehr in Kommunen – Wie kann die Zukunft urbaner Logistik aussehen?“ statt. Die Experten aus Wissenschaft und Praxis gaben den 40 Teilnehmer*innen einen Einblick in aktuelle Entwicklungen, technische Möglichkeiten und Lösungsansätze.

Thomas Lämmer-Gamp, Teamleiter Wirtschaftsentwicklung der Bergischen Struktur- und Wirtschaftsförderungsgesellschaft, zeigtein einem Szenario, wie zunehmende Online-Bestellungen und Einkäufe im „Metaverse“ den Lieferdruck weiter erhöhen und gleichzeitig den lokalen Handel in seiner Existenz bedrohen. Seiner Meinung nach müssen die Kommunen geeignete Infrastrukturen, z. B. in Form von Logistik-Hubs, bereitstellen, um den notwendigen Wandel zu ermöglichen. Die Hubs müssen dabei so gestaltet sein, dass sie sowohl für kleine (automatisierte) Fahrzeuge als auch für größere Lieferwagen geeignet sind.

Thomas Anderer, Geschäftsführer des efeuCampus Burchsal GmbH und Beiratsmitglied des HubWerk01, berichtete über den Einsatz von autonomen Lieferrobotern im LastMileCityLab in Bruchsal. Im Rahmen des geförderten Projekts werden sie seit März 2021 in einem definierten Einsatzgebiet getestet. In dem Quartier werden die Waren an einer zentralen Stelle entgegengenommen und an die entsprechenden Empfänger verteilt. Anderer vertritt den Ansatz, dass Erfahrungen am besten durch Handeln gewonnen werden können; mit dem Reallabor möchte er die Umsetzungsmöglichkeiten einer neuen innerstädtischen Logistik aufzeigen.

Als Co-Founder und COO der DroidDrive GmbH stellte Fabian Kober mit dem Ducktrain ein kompaktes, automatisiertes und elektrisches Leichtfahrzeug für die letzte Meile vor. Unter der Bezeichnung „smart, clean, efficient“ wird ein Konzept verfolgt, das sich durch besondere Skalierbarkeit auszeichnet und in der aktuellen Version ca. 300kg auf einem Anhänger hinter einem Fahrrad transportieren kann. Das Unternehmen will die bestehende Infrastruktur für den Warentransport nutzen und dabei die Vision eines autonomen Fahrzeugs nicht aus den Augen verlieren. Bis etwa 2025 soll mit dem „Auto Duck“ ein autonomes Fahrzeug entwickelt werden, das im Verbund mit mehreren „Ducks“ als mobile Paketstation oder als einzelnes Fahrzeug zur Unterstützung der Zusteller fungiert.

Die anschließende Diskussion zeigte, dass die automatisierte Stadtlogistik in Zukunft in ein System eingebettet sein muss, das auch die Perspektive der Stadtentwicklung ganzheitlich berücksichtigt. Hier finden Sie die Vortragsunterlagen der Referenten zum Download:

Weitere Informationen zu den vorgestellten Inhalten finden Sie auf den jeweiligen Webseiten der Projekte/Initiativen:

  • https://efeucampus-bruchsal.de/
  • https://ducktrain.io/

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