kontakt@camo.nrw +49 202 / 439 1164

Absicherung von KI-basierten Wahrnehmungsfunktionen

Das Umfeld wahrzunehmen gehört zu den grundlegenden Aufgaben automatisierter Fahrzeuge und intelligenter Infrastruktur. Unter der Umfelderfassung bzw. Umfeldwahrnehmung versteht man die Erfassung relevanter Verkehrsteilnehmer (Personen, Fahrzeuge, Radfahrer) und Infrastrukturkomponenten (Trassierung, Fahrbahnmarkierungen, Leitpfosten, Ampeln, Verkehrsschilder) die zur Lösung der Transportaufgabe notwendig sind. 

Nach dem Erfassen des Umfeldes über unterschiedliche Sensoren (z.B. Kamera, LiDAR), müssen diese systemseitig reduziert und interpretiert werden, um Schlussfolgerungen aus der Sensordatenlage zu ziehen und, z.B., Manöver zu planen (Automatisiertes Fahrzeug) oder Ampeln zu schalten (Intelligente Infrastruktur). Um die  unterschiedlichen Sensordaten verarbeiten können, werden KI-Systeme eingesetzt. Dabei ist bei der Verwendung von neuronalen Netzen nicht eindeutig klar, welche Merkmale und Strukturen der Eingangsdaten zu den Entscheidungen führen. Daher lassen sich herkömmliche Qualitätssicherungsmethoden lassen sich noch nicht auf KI-basierte Ansätze übertragen: Minimale Änderungen an den Eingangsdaten können zu fehlerhaftem Verhalten führen. Das Forschungsprojekt KI Absicherung stellt sich dieser Herausforderung und erforscht Methoden und Maßnahmen für die Absicherung sowie für die Freigabe KI-basierter Wahrnehmungsfunktionen. KI Absicherung ist ein Projekt der KI Familie und wurde aus der VDA Leitinitiative autonomes und vernetztes Fahren heraus entwickelt. Mit der Hochschule Ruhr West (Prof. Dr.-Ing. Anselm Haselhoff) und der Bergische Universität (Prof. Dr. Hanno Gottschalk) arbeiten gleich zwei CAMO-Institutionen aktiv auf diesem Themengebiet.

Verwandte Artikel

Neue Vorschriften für das automatisierte Fahren verabschiedet

Gestern hat die Wirtschaftskommission der Vereinten Nationen für Europa (United Nations Economic Commission for Europe, UNECE) in Genf nach eigenen Angaben „einen Meilenstein in der Mobilität“ erreicht, mit dem künftig die sichere Einführung automatisierter Fahrzeuge […]

Mehr erfahren

Verschmelzung des öffentlichen und privaten Verkehrs durch autonome Fahrzeuge?

Der aktuelle Mobility Services Report des Center of Automotive Management (CAM) beleuchtet zentrale Entwicklungen im Bereich der Mobilitätsdienstleistungen weltweit. Dafür hat das CAM über 400 Services von Automobilherstellern, Digitalplayern und Mobility Providern in den Bereichen […]

Mehr erfahren

Verband Deutscher Verkehrsunternehmen (VDV) nimmt Stellung zum Rechtsrahmen für das autonome Fahren

Der VDV ist der Branchenverband für über 600 Unternehmen des öffentlichen Personen- und Schienengüterverkehrs in Deutschland. Er betreibt u. a. Öffentlichkeitsarbeit für den öffentlichen Verkehr und vertritt die Interessen seiner Mitglieder gegenüber der Politik. In […]

Mehr erfahren